Vogüé 🇫🇷

Vogüé an der Ardèche

Wir beschlossen, in die Berge zu fahren – nach Vogüé an der Ardèche. Das kleine Dorf zählt offiziell zu den schönsten Dörfern Frankreichs und liegt malerisch am Hang direkt über dem Fluss. Enge Gassen, helle Natursteinhäuser und das Schloss oberhalb des Dorfes verleihen Vogüé eine ganz besondere Atmosphäre.

Besonders schön ist die Lage direkt an der Ardèche. Kleine Badeplätze am Wasser, die Felsen entlang des Flusses und die alten Häuserfassaden ergeben ein richtiges Postkartenmotiv. Eigentlich genau der perfekte Ort für eine entspannte Übernachtung.

Doch schon bei der Ankunft kam die Ernüchterung: Alles war völlig überlaufen. Menschenmassen, volle Straßen und kaum freie Parkplätze – damit hatte keiner von uns gerechnet. Für einen kurzen Besuch fanden wir schließlich noch einen Parkplatz im Halteverbot und nutzten die Gelegenheit, uns das Dorf wenigstens anzusehen.

Trotz des Trubels bleibt Vogüé absolut sehenswert. Die verwinkelten Gassen, kleinen Durchgänge und die Lage direkt am Wasser machen den Ort wirklich besonders. Gerade am frühen Morgen oder am Abend dürfte das Dorf seinen eigentlichen Charme entfalten.

Zum Abendessen fuhren wir anschließend wieder etwas außerhalb und wurden schließlich in der Nähe von Lanas fündig. Dort fanden wir unter einer Brücke einen ruhigen Platz für die Nacht, um uns anschließend ins gemütliche Bett zu legen.

Les Oulières am Fluss

Am 23. Mai fuhren wir weiter durch wunderschöne Landschaften nach Les Oulières. Das kleine Dorf liegt ruhig mitten in der Natur und wirkt angenehm entspannt. Besonders schön ist die direkte Lage am Fluss, dessen klares Wasser und kleine Uferbereiche perfekt zum Baden und Abkühlen geeignet sind. Genau diese Mischung aus Ruhe, Natur und Wasser machte den Ort für uns sofort besonders angenehm.

Unser etwas eigenwillig verkabeltes Sygic-Navi wollte uns zunächst noch unter einer Brücke mit lediglich 2,30 Metern Höhenangabe hindurchlotsen. Zum Glück fanden wir dank eines Hinweises einen anderen Weg und erreichten schließlich den kleinen Stellplatz direkt am Wasser. Dort standen nur wenige Wohnmobile und insgesamt herrschte eine wunderbar ruhige Atmosphäre.

Natürlich zog es uns schnell in den Fluss. Das Wasser war herrlich erfrischend und bei den inzwischen sommerlichen Temperaturen genau das Richtige. Einen Großteil des Tages verbrachten wir deshalb einfach mit Baden, Entspannen und kleinen Spaziergängen entlang des Wassers.

Unterwegs hatten wir noch zwei Rumsteaks gekauft, die wir am Abend grillten. Genauer gesagt: Ich grillte, während Anette das Gemüse vorbereitete. Danach waren wir satt, zufrieden und ziemlich glücklich. Nach dem Abwasch ging es auch bald ins Bett, begleitet vom leisen Rauschen des Flusses.

Der nächste Tag verlief ähnlich gemütlich. Viel passierte nicht – und genau das tat gut. Schwimmen, essen und zwei kleine Spaziergänge bestimmten unseren Tag. Am Abend ließen wir ihn mit einer – meiner Meinung nach – richtig guten Pizza im Restaurant des Campingplatzes ausklingen.

Am nächsten Morgen packten wir zusammen, erfrischten uns ein letztes Mal im kalten Fluss und fuhren anschließend auf der Autobahn das Rhônetal hinauf Richtung Dijon. Eigentlich wollten wir uns Lyon und Dijon ansehen, doch bei der Hitze bevorzugten wir Plätze in Wassernähe. Schließlich wurden wir bei Belfort fündig – und hier bleiben wir erst einmal.

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