Die Turia-Gärten von Valencia
Nachdem wir die Altstadt hinter uns gelassen hatten, führte unser Weg durch die beeindruckenden Turia-Gärten – die grüne Lunge Valencias. Die weitläufige Parkanlage entstand im ehemaligen Flussbett des Río Turia, nachdem der Fluss nach einer schweren Überschwemmung umgeleitet wurde. Heute zieht sich der Park wie ein grünes Band mehrere Kilometer durch die gesamte Stadt und verbindet verschiedene Viertel miteinander.
Beim Radfahren durch die Turia-Gärten vergisst man fast, dass man sich mitten in einer Großstadt befindet. Überall gibt es Palmen, Orangenbäume, Blumenbeete, Brunnen und schattige Wege. Menschen joggen, fahren Fahrrad, machen Picknick oder entspannen einfach im Gras. Gerade diese Mischung aus Natur, Ruhe und urbanem Leben macht den Park zu einem ganz besonderen Ort und zu einem der beliebtesten Treffpunkte der Valencianer.
Ciudad de las Artes y las Ciencias
Am Ende der Gartenanlagen tauchten schließlich die futuristischen Gebäude der berühmten „Ciudad de las Artes y las Ciencias“ – der Stadt der Künste und Wissenschaften – vor uns auf. Der von dem valencianischen Stararchitekten Santiago Calatrava entworfene Komplex wirkt fast wie eine Kulisse aus einem Science-Fiction-Film. Weiße geschwungene Formen, riesige Wasserflächen und spektakuläre Glasfassaden prägen das Bild.
Zu den bekanntesten Bauwerken gehören das wissenschaftliche Museum, das Opernhaus Palau de les Arts, das größte Aquarium Europas L’Oceanogràfic sowie das beeindruckende Hemisfèric, das mit seiner Form an ein riesiges Auge erinnert. Besonders faszinierend ist, wie sich die futuristische Architektur in den Wasserflächen spiegelt und dadurch eine beinahe surreale Atmosphäre entsteht.
Die Skulptur von Tony Cragg
Vor den futuristischen Gebäuden der Stadt der Künste und Wissenschaften entdeckten wir außerdem eine beeindruckende spiegelnde Skulptur, die sofort alle Blicke auf sich zog. Die hoch aufragende, verdrehte Form wirkt beinahe wie flüssiges Metall, das sich in den Himmel schraubt. Durch die spiegelnde Oberfläche verändern sich Licht, Wolken und Umgebung ständig – je nach Blickwinkel sieht die Skulptur immer wieder anders aus.
Das Kunstwerk stammt vom international bekannten Künstler Tony Cragg, einem britischen Bildhauer, der seit vielen Jahren in Deutschland lebt und arbeitet. Cragg ist besonders für seine organischen, dynamischen Formen bekannt, die oft Bewegung und Wandel symbolisieren. Seine Werke stehen weltweit im öffentlichen Raum und verbinden moderne Kunst mit Architektur und Umgebung auf faszinierende Weise.
Besonders interessant: Diese Skulptur war auch bereits in Darmstadt zu sehen. Dadurch entstand für uns ein unerwarteter persönlicher Bezug, denn mitten im modernen Valencia plötzlich auf ein Kunstwerk zu treffen, das man mit Deutschland verbindet, war schon etwas Besonderes.