Albarracin 🇪🇸

Die Ciudad Encantada

Nach einer entspannten Nacht und einem ausgewogenen Frühstück starteten wir gut gestärkt in den Tag. Unser erstes Ziel war die beeindruckende Ciudad Encantada. Die bizarren Felsformationen, die über Jahrtausende von Wind und Wasser geformt wurden, machen ihrem Namen alle Ehre – man fühlt sich tatsächlich wie in einer „verzauberten Stadt“.

Die Entstehung dieser einzigartigen Landschaft reicht Millionen Jahre zurück: Das Gebiet war einst von einem flachen Meer bedeckt, in dem sich Kalkablagerungen bildeten. Durch tektonische Hebungen wurde das Gebiet angehoben, und im Laufe der Zeit haben Regen, Wind und Temperaturschwankungen den weichen Kalkstein erodiert. So entstanden die ungewöhnlichen Formen, die heute an Pilze, Brücken oder sogar menschliche Figuren erinnern.

Allerdings waren wir nicht die Einzigen mit dieser Idee: Aufgrund des Feiertages war der Andrang entsprechend groß. Mit etwas Glück konnten wir dennoch einen Parkplatz ergattern und uns auf Erkundungstour begeben.

Zwischenstopp in Cuenca

Anschließend ging es weiter nach Cuenca. Die historische Altstadt mit ihren berühmten hängenden Häusern ist zweifellos sehenswert – doch an diesem Tag war die Stadt schlicht überfüllt. Menschenmengen und dichter Verkehr nahmen uns ein wenig die Freude am Entdecken, sodass wir kurzerhand beschlossen, weiterzuziehen.

Ruhe am Stausee von Alarcón

Unser nächstes Ziel: Richtung Valencia. Unterwegs fanden wir schließlich genau das, was wir gesucht hatten – Ruhe. In der Nähe der kleinen Ortschaft Alarcón entdeckten wir einen wunderschönen Platz an einem Stausee.

Dort angekommen ließen wir einfach alles hinter uns. Die Sonne wärmte angenehm, das Wasser lag ruhig vor uns, und wir gönnten uns ein kleines Schläfchen – genau die Auszeit, die wir nach dem Trubel gebraucht hatten.

Ein ruhiger Tagesabschluss

Am Abend hielten wir es ganz unkompliziert: Wir aßen unsere Reste, genossen die friedliche Atmosphäre und gingen früh schlafen. Manchmal sind es genau diese stillen Momente, die eine Reise unvergesslich machen.

Ankunft in Albarracín

Am folgenden Tag erreichen wir schließlich Albarracín, ein malerisches Städtchen am Fluss Guadalaviar. Die rötlich schimmernden Häuser schmiegen sich dicht an den Hang, umgeben von mächtigen, gut erhaltenen Stadtmauern, die der Stadt eine fast märchenhafte Atmosphäre verleihen. Die Altstadt steht unter Denkmalschutz und gilt als eine der schönsten Spaniens – ein Besuch lohnt sich in jeder Hinsicht.

Geschichte der Festungsstadt

Historisch reicht die Bedeutung des Ortes weit zurück: Bereits in der Zeit der Mauren war Albarracín ein eigenständiges Taifa-Königreich und entwickelte sich dank seiner strategisch günstigen Lage auf einem Felsen zu einer wichtigen Festungsstadt. Nach der christlichen Rückeroberung im 12. Jahrhundert blieb die Stadt lange Zeit eine Art unabhängiges Herrschaftsgebiet, bevor sie endgültig in das Königreich Aragón eingegliedert wurde. Diese bewegte Geschichte spiegelt sich noch heute in den verwinkelten Gassen, den befestigten Mauern und der markanten Silhouette der Stadt wider.

Ruhiger Abend in Gea de Albarracín

Am Abend ziehen wir uns wieder auf einen Parkplatz am Rand von Gea de Albarracín zurück, bereiten unser Abendessen zu und gehen anschließend recht früh schlafen.
Wetter wird geladen ...