Collioure 🇫🇷

Ein traumhafter Start in den Tag

Nach unserem Frühstück auf einem wirklich traumhaften Parkplatz – mit einem Sonnenuntergang am Vorabend, der kaum zu toppen war – machten wir uns voller Vorfreude auf den Weg nach Collioure.

Mit Umwegen nach Collioure

Ganz ohne kleine Hürden ging es allerdings nicht: Von der Navigation – oder sagen wir mal „KI“ – ein wenig in die Irre geführt, brauchten wir einen zweiten Anlauf, bis wir schließlich einen Parkplatz am Straßenrand fanden.

Von dort liefen wir bergab ins Dorf – und wurden sofort belohnt. Collioure zeigte sich von seiner schönsten Seite: ein malerisches Küstenstädtchen mit südländischem Flair. Trotz der vielen Touristen hatte der Ort nichts von seinem Charme verloren.

Die Geschichte von Collioure

Collioure hat eine bewegte Vergangenheit: Schon in der Antike war der Ort ein wichtiger Hafen. Im Mittelalter gehörte er zum Königreich Mallorca und wurde später von Frankreich übernommen.

Die imposante Festung, das Château Royal, diente lange als strategischer Militärstützpunkt und wurde über Jahrhunderte immer wieder erweitert.

Künstler und Fauvismus

Im 20. Jahrhundert wurde Collioure zudem zu einem Treffpunkt berühmter Künstler wie Henri Matisse und André Derain, die hier den Fauvismus mitbegründeten – eine Kunstrichtung, die für ihre leuchtenden Farben bekannt ist.

Wenn man durch die Gassen läuft, versteht man sofort, warum dieser Ort Künstler inspiriert hat.

Altstadt und Hafen von Collioure

Wir schlenderten durch die engen Gassen der Altstadt, vorbei an bunten Häusern, hinunter zum Wasser. Besonders beeindruckend war die massive Burg, die über dem Ort thront, sowie der markante Leuchtturm direkt am Hafen.

Die Mischung aus Geschichte, Meer und Licht machte den Ort fast unwirklich schön. Nach einem entspannten Imbiss mit Blick auf die Küste machten wir uns langsam wieder auf den Rückweg zum Auto.

Probleme mit der Küchenarmatur

Leider holte uns die Realität schnell wieder ein: Unsere Küchenarmatur hatte den Geist aufgegeben. Also beschlossen wir, weiter Richtung spanische Grenze zu fahren, um einen passenden Ersatz zu finden.

In der Gegend um Girona entdeckten wir zwar einen Wohnmobil-Ausrüster – standen jedoch vor verschlossenen Türen. Immerhin nutzten wir die Gelegenheit, um bei der Durchfahrt durch Girona ein paar Luftaufnahmen zu machen.

Auf der Suche nach einem Schlafplatz

Die Suche nach einem Schlafplatz gestaltete sich danach überraschend schwierig. In den Randgebieten fanden wir einfach nichts Passendes in der Dunkelheit.

Nach einigem Hin und Her wurden wir schließlich von einem Mitarbeiter der Stadtreinigung angesprochen, der unsere Situation bemerkte. Als wir ihm erklärten, dass wir einen Schlafplatz suchen, half er uns völlig unkompliziert weiter und empfahl uns einen ruhigen Platz in einer Seitenstraße.

Besuch bei Reimo

Am nächsten Morgen fuhren wir zu Reimo und waren zunächst überrascht, wie heruntergekommen der Laden wirkte. Wir klingelten, und eine Mitarbeiterin – eine Deutsche, die in Spanien lebt – kannte sich bestens aus. Eine Sprachbarriere gab es also nicht. Ich bestellte direkt die benötigten Teile. Schnell fanden wir die passende Armatur, die ich noch vor Ort auf dem Betriebsgelände austauschte. Ein Schlauch war jedoch zu kurz, sodass wir gleich noch ein längeres Stück sowie die passenden Schellen kauften.

Irrfahrt durch die Berge

In der Industriezone und bei der Hitze im Auto beschlossen wir anschließend, in die kühleren Berge zu fahren. Doch die KI spielte uns erneut einen Streich und brachte uns an unsere Reizschwelle: Für unseren Camper wurden uns ungeeignete Straßen empfohlen, sodass wir schließlich umkehren mussten.

Die richtige Entscheidung: Osor

Daraufhin entschieden wir uns, weiter nach Osor zu fahren, was sich im Nachhinein als eine sehr gute Entscheidung herausstellte.
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